Vor dem Beginn der HRT zog sich jeder Tag wie Kaugummi, die Sehnsucht nach dem „Vitamin Ö“ war sooo groß. Nach dem Beginn der HRT relativierte sich dieses Verlangen und das Auftragen des Hormongels wurde zum geliebten Alltagsritual. Anfang August waren es
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Ich weiß nicht mehr, wann es zuletzt geschah. Doch heute war es mal wieder soweit: ich verbrachte einen Tag im Büro.
Ich bin ja immer wieder überrascht, was in 24 Stunden alles passieren kann. Nichts Weltbewegendes war heute dabei, aber viele kleine und wertvolle Eindrücke.
Na?!? Wer hat die Textzeile aus „Kauf Mich!“ von den Toten Hosen erkannt? 1993 war das. Lang, lang ist’s her. Damals war meine heutige Situation so dermaßen unvorstellbar und nun? Hole ich mir meine „Alltags-Happy-Pille“ auf Rezept aus der Apotheke. Verrückt. Mein
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Ja, gut, es ist schon spät. Ich kann nicht schlafen. Es beschäftigt mich so viel, was offenbar in den vergangenen Wochen bei 24/7-Kinderbetreuung und Jobstart nach dem Urlaub untergegangen ist. Ich habe dann doch noch begonnen „Transfrau, ja genau“ von Ulrika Schöllner
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Nach der heftigen vergangenen Woche brauchte ich ein ruhiges Wochenende. Zeit ganz allein. Kommunikationspause. Und körperliches Fallenlassen.
Ich komme mir schon geraume Zeit vor wie ein Computer, dessen Prozessor auf 100% Auslastung läuft, für den Benutzer aber äußerlich keinerlei Aktivität erkennbar ist. Einen kleinen „Beweis“ für dieses Gefühls zeigt mir seit Kurzem mein Körper sogar auf optische Weise.
I’ve come to talk with you again, because a vision softly creeping, left its seeds while I was sleeping. And the vision that was planted in my brain still remains within the sound of silence. (Disturbed – The Sound of Silence)
Na, heute ist ja wieder mal was los. Positiv, negativ und irgendwas dazwischen.
Heute standen zwei wichtige Termine für mich im Kalender. Bei einem schlug ich nur die Hände über dem Kopf zusammen und zog bedröppelt wieder ab.
Heute auf den Tag genau liegen 8 Monate Hormontherapie hinter mir – wie die Zeit rast. Viel hat sich seitdem getan – und wenig zugleich.
Neue Woche, neue Infos. I’m happy! Meine Ergebnisse des Blutbildes nach 6 Monaten HRT sind da und die nächsten Schritte stehen schon fest.
Liebes Tagebuch, ich weiß nicht so recht, wo ich anfangen soll, denn es brennt mir nichts unter den Nägeln (die nebenbei bemerkt mal wieder einen Besuch im Nagelstudio vertragen könnten). Und doch habe ich das Bedürfnis, einfach drauf los zu schreiben.
Ist das heute einfach nur ein besonders mieser Montag oder ist hier was anderes im Busch?
Interessante Dinge erlebe ich im Augenblick in Bezug auf meine Körperwahrnehmung nach meiner Erhöhung der Hormondosis.
Schon erstaunlich, welche Kleinigkeiten einem bisweilen den Tag versüßen (oder versauen) können. Heutige Kleinigkeit: ein Telefonat mit meinem Frauenarzt.
Mein liebes Tagebuch. 2020 ist vorüber. 2021 hat begonnen. Zeit zurück und nach vorn zu blicken.
Diese Woche fühlt sich nach Fortschritt an. In mehrerlei Hinsicht.
Meine Stimme setzt ein. 200Hz. Sie flimmert. Die Luft strömt durch meinen Hals und lässt den Rachenraum vibrieren. Ich versuche mich zu entspannen, mehr in die Kopfstimme zu gehen und das Flimmern lässt nach. „Aaaaaaaaaaa…“
„Gut siehst du aus!“ Das hört Frau doch gern (Mann natürlich auch). Vor allem aber, wenn es in direktem Zusammenhang mit der Transition steht.
