Nach meinen intensiven Erlebnissen auf Langeoog bot mir die Rückkehr in den Alltag ein kontrastreiches Programm, das mich zurück in unruhige Fahrwasser gerissen hat. Der heutige Text entstand auf meinem Balkon und versucht, diesen Kontrast greifbar zu machen.
Diese Frage stelle ich mir seit einiger Zeit. Was stelle ich eigentlich mit meiner Zeit an, sobald meine Transition irgendwann mal abgeschlossen sein wird? Ein durchaus angstbesetztes Thema.
Heute sind es noch genau 3 Wochen bis zu meiner Korrektur-OP bei Dr. Taskov in München. Die organisatorischen Vorbereitungen laufen sehr entspannt, die mentalen eher nicht.
Meine Energie kehrt langsam zurück. Und damit auch meine Kraft, meine Komfortzone mal wieder zu verlassen. Und dafür hat mich der heutige Tag reich belohnt.
Nach einer glücklicherweise relativ ruhigen Nacht und einer Mütze Schlaf geht es mir etwas besser als gestern Abend. Außerdem ließ mich meine Schlaue-Sprüche-App einen Entschluss fassen.
Mein wilder Grummelwuselbauch durfte sich heute ein bisschen ausruhen, denn gleichermaßen normale wie auch wunderschöne Momente erfüllten diesen Tag.
11 Tage noch bis zur GaOP. Nach den vergangenen Tage hätte ich ja mit wiederum verstärkter Anspannung gerechnet. Glücklicherweise war das nicht der Fall.
Liebes Tagebuch, Tag 13 vor der GaOP war ein schmerzhafter. Vor allem physisch. Und ein Tag weiterer Versuche, mit dem zunehmenden inneren Druck umzugehen. Es ging mir schon besser.
Der Countdown läuft. Um diese Uhrzeit in 15 Tagen wird die GaOP bereits hinter mir liegen. Den Weg bis zu diesem Punkt male ich mir täglich mehrfach bildlich aus und platze dabei fast vor Vorfreude und Nervenflattern.
Fühle ich mich alt? Üblicherweise nicht. Heute? Ja, doch, schon…ein klein wenig.
