Liebes Tagebuch, ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht für dich!
Tag 13 der HRT. Beinahe zwei Wochen. Wie die Zeit vergeht. Und mit der Zeit setzen offenbar interessante Wirkungen bei den Hormonen ein.
Als Kind träumte ich sehr viel und intensiv, seit vielen Jahren ist das leider nicht mehr der Fall – oder zumindest kann ich mich morgens an nichts mehr erinnern. Doch die letzte Nacht hielt etwas Schönes für mich bereit.
Derzeit ist meine Aufmerksamkeit durch den Beginn der HRT natürlich besonders auf meinen Körper und meine emotionale Wahrnehmung gerichtet. Gestern passierte etwas Interessantes…
Liebes Tagebuch, in meinem letzten Beitrag schrieb ich ja, dass es mir in der Männerrolle fürchterlich schlecht ging. Daher sagte ich mir: „Baby, das machst du nicht nochmal! Du tust dir selbst damit weh!“
Liebes Tagebuch, objektiv betrachtet war der heutige Tag recht schön und abwechslungsreich, doch ein gewisser Umstand verhagelte mir schon nach dem Frühstück die Laune.
Ich bin ja nun schon seit Wochen bestrebt, für mich selbst und die Außenwelt zu einem konsistenten äußeren Auftreten (als ich selbst) zu finden. In dieser Übergangsphase ist das manchmal aber doch mühsamer, als ich es erhofft hatte.
Nachdem nun das Langfristprojekt HRT begonnen hat dachte ich, dass langsam wieder ein wenig Ruhe und mehr Alltag in mein Leben einkehren würde (wobei das schon etwas nach Langeweile klingt :-)) – doch es geht direkt weiter im Text.
Au weia, hatte ich gestern Abend weiche Knie. Denn der erste Tag im Büro im Frauenoutfit stand für heute auf dem Programm.
Es ist mal wieder soweit: mein Kleiderschrank füllt sich zwar, aber – ich hab nix anzuziehen!
