14 Monate Logopädie – ein (erneuter) Stimmvergleich

Frau gespiegelt

Vor fast genau 7 Monaten schrieb ich meinen ersten Beitrag mit einem Stimmvergleich von 0 und 7 Monaten Logopädie. Nach weiteren 7 Monaten gibt es heute ein Update.

Machen wir es kurz und ohne Umschweife, hier ist meine alte Stimme:

Und hier meine Stimme von heute:

Zum Vergleich sei hier noch einmal auf mein Beitrag von vor 7 Monaten verwiesen.

Eine kleine Analyse

Positive Aspekte

  • Zunächst einmal: ich bin geschockt von meiner alten Stimme! Wie wahnsinnig tief sie klingt und wie total anders meine neue Stimme doch ist.
  • Das Knarren in der Stimme ist fast vollständig verschwunden. Das hat mir lange Zeit Kopfzerbrechen gemacht.
  • Die Tonhöhe kann ich mittlerweile über einen längeren Zeitraum relativ stabil halten.
  • Die Stimme kann ich mehr oder minder spontan einsetzen, auch für kurze Passagen in Spontansprache. Vorlesen fällt mir allerdings deutlich leichter.

Verbesserungspotential

  • Die Stimme klingt noch insgesamt zu quietschig, gezwungen und nicht natürlich. „Mickey Mouse“ fällt mir dazu ein.
  • An der Prosodie lässt sich noch arbeiten, also an den „Ausschweifungen“ nach oben und unten. Da fehlt es mir an Natürlichkeit, an Lebendigkeit.
  • Die vor allem in meinem Job benötigte Kraft in der Stimme geht durch die Kopfstimme und die permanente Anspannung im Kehlkopf weitgehend verloren. Hier ist die Herausforderung, wieder mehr Power in die Stimme zu bekommen, ohne dabei in Höhe und Resonanz abzurutschen.

Fazit

Selbst im Vergleich zu vor 7 Monaten hat sich meine Stimme doch eine ganze Ecke verändert. Ich bin doch ernsthaft überrascht. Das widerlegt meine Selbstkasteiungen, ich würde keinerlei Fortschritte machen. Die Fakten belegen klar das Gegenteil. Das freut mich, obwohl ich mit dem Ergebnis noch lange nicht zufrieden bin. Aber vielleicht kriege ich nach der OP ja den Dreh bei der Logopädie, so dass ich in 7 Monaten berichten kann, mit meiner Stimme weitgehend zufrieden zu sein. Das wäre sooo schön!

Übrigens: In der Biografie über Lili Elbe wird berichtet, ihre Stimme sei unmittelbar nach der GaOP weiblich geworden. Das klingt zwar wie ein Märchen, aber einen Funken Hoffnung gibt es mir dennoch, dass ein solches Wunder auch bei mir eintritt. Und völlig abwegig finde ich diese Idee auch nicht, denn möglicherweise löst sich durch die OP und Richtigstellung des Fehlers der Natur eine innere Blockade, die mir das Finden meiner Stimme erleichtert.

Ja, gut…das sind sehr wahrscheinlich nur Wunschträume. Aber man wird ja wohl nochmal fantasieren dürfen… 😉

 

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One Thought to “14 Monate Logopädie – ein (erneuter) Stimmvergleich”

  1. […] sich wahnsinnig viel getan, das bescheinigte mir auch meine Logopädin heute, als wir uns meinen Stimmvergleich hier im Blog anhörten. Ein wenig überrascht war ich von mir selbst, als mich meine Logopädin fragte, wie ich […]

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