Blitz

Überraschuuung! Die heutige Gruppentherapie war wie immer sehr spannend und intensiv, warf jedoch ein Thema auf, bei dem ich schon beim bloßen Gedanken daran übelste Schmerzen empfinde.

Das Oberthema an dieser Stelle ist die GaOP und damit verbundene vorbereitende Maßnahmen. Doch dazu gleich mehr – zunächst noch ein anderes Thema aus der Rubrik „Schmerzen“:

Angesichts der anstehenden Hochzeit fand heute keine reguläre Bartepilation statt, stattdessen nutzten wir den Termin für die Entfernung der mindestens genauso lästigen Brustbehaarung. Nicht per Nadelepilation, aber per sogenannter ELOS-Technologie, einer speziellen Laser-Technik, die mehrere Methoden vereint und damit effektiver die Haarwurzeln zerstört. Da die Haut mit dem verwendeten Laserkopf gleichzeitig massiv gekühlt wird, macht das Gerät einen Höllenlärm.
Die Schmerzen sind erträglich, vergleichbar mit regulären IPL-Geräten oder einer Verbrennung, die den Bruchteil einer Sekunde anhält. Für eine längerfristige Wirkung braucht es jedoch 6 bis 8 Sitzungen im Abstand von 4 Wochen. Angeblich wachsen die Haare dann nicht mehr nach, ähnlich wie bei der Nadelepilation. Die Informationen dazu im Netz variieren jedoch. Es kann also doch sein, dass nach einer gewissen Zeit wieder Haare nachwachsen. Aber für den Moment stört mich das weniger, da die Hormone langfristig sicherlich auch noch ihre Wirkung weiter entfalten werden.
Der wirklich unangenehme Teil war das Lasern der Brustwarzen, die ohnehin schon empfindlich und durch das hormonelle Wachstum noch eine ganze Ecke schmerzempfindlicher geworden sind. Ein paar Mal durchzuckte es mich doch recht heftig. Dankenswerterweise war der Spuk aber nach 30 Minuten vorbei.

Doch das nur als Randnotiz, der Vollständigkeit halber.

Der eigentliche Hammer, mit dem ich mich in den kommenden Tagen näher befassen werde, ist das Thema Intimepilation. Ich hatte mich im Rahmen meiner Recherchen für die GaOP schon damit auseinandergesetzt und gelesen, dass bei manchen OP-Verfahren empfohlen wird, im Vorfeld eine Nadelepilation im Intimbereich durchzuführen, da ansonsten möglicherweise später Haare innerhalb der Neovagina wachsen. Sehr unschön und möglicherweise auch ein hygienisches Problem. Dr. Taskov bestätigte mir bei unserem Vorgespräch im Juli jedoch, dass eine vorherige Haarentfernung nicht notwendig sei, da während der OP die entsprechenden Hautschichten von Haarfollikeln befreit würden. Damit war das Thema für mich eigentlich gegessen und ich erleichtert.

Doch in der heutigen Therapiesitzung wurde von einer Teilnehmerin aus einer anderen Gruppe berichtet, dass dies unter Umständen doch sinnvoll sei. Bei einem kurzen Austausch mit ihr legte sie mir nahe, eine Nadelepilation vorher durchführen zu lassen, da Dr. Taskov offenbar lediglich das Schaftgewebe von Haaren befreit – Skrotalhaut und Damm jedoch nicht. Tätäää. Die Info hatte mir gefehlt und ich war beim Vorgespräch auch nicht auf die Idee gekommen, derart ins Detail gehen zu müssen.

Au weia. Die Berichte klangen wenig erbaulich. Es sei sehr schmerzhaft und würde noch tagelang danach brennen, was ich mir sehr gut vorstellen kann. Ich nehme an, dass die Oberlippe dagegen ein Spaziergang ist und mir graut davor, mir diese Tortur antun zu müssen. Aber offen gestanden würde ich das in Kauf nehmen, wenn sich dadurch signifikante Nachteile beseitigen lassen. Möglicherweise würde ich mich ansonsten hinterher ein Leben lang ärgern.

Nun habe ich hier eine klare Empfehlung für diese Behandlung und möglicherweise noch 6 Monate Zeit. Vielleicht weniger. Von einer Entscheidung dafür oder dagegen bin ich jedoch noch meilenweit entfernt. Niemand sonst aus meiner Gruppe hat das bisher durchführen lassen oder thematisiert – es steht also wieder intensive Recherche von Erfahrungsberichten im Netz an, um sich ein halbwegs qualifiziertes Bild machen zu können.

Ich hoffe sehr, dass dieser Kelch an mir vorbei geht, doch sollte besagte Teilnehmerin Recht behalten, soll die Nadelepi im Genitalbereich eine gute Vorbereitung auf das sein, was da in Sachen Schmerzen nach der OP auf mich wartet…

Ähm…yey?!?

Aber ich wäre nicht, wer ich bin, wenn ich mich davon abschrecken lassen würde. Sollte es sein müssen, dann ist das eben so und das nehme ich in Kauf, obgleich ich mir wirklich Schöneres vorstellen kann.

Ich mag den Spruch „No pain, no gain“ nicht sonderlich, aber in diesem Fall trifft er wohl zu.

Also, Baby, Augen zu und durch!

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