Es ist mal wieder soweit: mein Kleiderschrank füllt sich zwar, aber – ich hab nix anzuziehen!

Das hätte ich mir vor nicht mal einem Jahr auch nicht träumen lassen, dass ich mal genau das sagen würde. Aber es ist tatsächlich so. 🙂 Doch wie kam es überhaupt dazu?

Vergangene Woche hatte ich mich ja recht spontan dazu entschlossen, nicht ins Büro zu fahren und stattdessen im HomeOffice zu bleiben. Ich berichtete. Dafür hatte ich mir selbst in Aussicht gestellt, diesen riesigen Bereich meiner Komfortzone diese Woche zu verlassen, genauer gesagt: morgen.

Und je näher dieser Zeitpunkt rückt, umso nervöser werde ich. Dabei ist doch alles gut. Ich kenne die Leute und ich war schon etliche Male als Frau unterwegs. Außerdem haben mich schon einige Kollegen privat so gesehen und viele zumindest auf Fotos. Diese Nervosität ist rein objektiv betrachtet also vollkommen unbegründet. Wie die letzten Male auch wird schon alles gut laufen und halb so wild, wie zunächst befürchtet.
Dennoch habe ich jetzt weiche Knie, weigere mich jedoch einen Rückzieher zu machen. Es ist einfach soweit. Und danach wird es mir besser gehen, wie bei alle den Malen zuvor auch. Denn wie ich ja bereits mehrfach feststellen durfte, weitet sich meine Komfortzone extrem schnell aus, wenn ich sie nur einmal verlassen habe. „Vermutlich, weil es sich richtig anfühlt“, mutmaßte mal eine Freundin. Ja, das trifft zu, denke ich.

Doch um endlich auf meine Klomotten zu sprechen zu kommen:
Nachdem die gestrige Kleidungslieferung in Sachen Mantel ein totaler Reinfall war (die Ärmel sind allesamt viel zu kurz), traf heute meine letzte Hoffnung ein. Und tatsächlich hatte ein XXL-Mantel (sic! :-O) Ärmel, die zwar nicht perfekt, aber annehmbar lang waren. Puh. Ich muss also nicht meine alten Herrenjacken bemühen oder frieren. Dennoch werde ich in den kommenden Tagen eine physische Shopping Tour unternehmen müssen, um noch einen längeren Mantel für mich zu finden. Denn dieser ist verhältnismäßig kurt. Problem: die Strickjacke, die ich eigentlich morgen anzuziehen gedenke, hängt gut 20cm unten heraus, was komplett unmöglich aussieht.

Also probierte ich verschiedene Kombinationen durch und entschied mich irgendwann für eine annehmbare Option. Dennoch besteht hier ein ähnliches Problem: die Strickjacke ist zu lang. Nun gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Die Strickjacke erst im Büro überziehen.
  2. Die Strickjacke vor dem Bauch mit einem Knoten versehen und unter der Jacke verstecken.

Vermutlich wird es Option 1, die zweite Variante erscheint mir etwas albern.

Aber mal ganz ehrlich…welche Lösungen gibt es hier sonst? Längere Mäntel? Kürzere Strickjacken? I don’t know!

Ich sag ja:

Ich hab nix anzuziehen!

In diesem Sinne:

Wird schon schief gehen morgen. 🙂

Julia

 

PS: Meine Kosmetikerin hat mir heute ein wenig die Hoffnung auf den Erfolg der IPL genommen. Sie habe mit einer Kollegin gesprochen und der Bart werde dadurch bestenfalls etwas weicher und minimal weniger. Das wollte ich natürlich nicht hören. Dennoch werde ich die monatliche Prozedur bis zur offiziellen Nadelepilation weiter machen, egal ob es viel bringt. Psychisch hilft es mir wenigstens.

PPS: An Tag 2 der Hormontherapie merke ich logischerweise noch nicht viel. Ein paar Dinge sind mir aber schon aufgefallen, die aber möglicherweise einfach einer gesteigerten Aufmerksamkeit geschuldet sind:

  • Ich habe mich bewusster und fester in mein Bett eingekuschelt und das „Kuschelgefühl“ intensiver wahrgenommen. Schön gemütlich… 😉
  • Meine Brust juckt beinahe konstant, wobei das auch schlicht an den Haarstoppeln liegen kann. Ich meine allerdings, dass das vorher nicht der Fall gewesen ist.
  • Ich bilde mir ein, dass meine Haut an den Stellen wo ich das Gel auftrage, etwas weicher und weniger hubbelig (vom Epilieren und Rasieren) geworden ist.

Wie gesagt: das kann alles Einbildung sein, weil ich jetzt besonders darauf achte.

Emotional merke ich noch keine Änderung…mal abgesehen von der Nervosität wegen morgen. Aber die hätte ich auch ohne Hormone gehabt. 😀

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