23:11 Uhr. Die Nacht bricht herein und atmet ein, was der Tag übrig gelassen hat. Und legt gnädig einen tröstenden Mantel darüber. Ein Balkon-Text.
NESS auf den Ohren.
Kerzenlicht flackert.
Die Welt durch einen Filter.
Manche Sterne funkeln scheu.
Im Westen verliert sich die Sonne im letzten Blau.
Die Welt kommt zur Ruhe.
Und auch Maja.
Sie liegt ruhig atmend neben mir.
Ihr Stoffpferdchen im Arm.
Vielleicht träumt sie von wilden Sonnenstrahlen.
Oder von tiefen Gefühlen, von denen es zu träumen gilt.
Die Nacht legt behutsam ihren samtenen Mantel über die Reste des Tages.
Der Westwind weht ein wenig Leichtigkeit herbei.
Heimlich.
Nur für uns.
Ein Geheimnis zwischen der Nacht, dem tanzenden Kerzenfeuer und mir.
Behutsam legt die Dunkelheit den Zeigefinger auf die Lippen.
„Wir wollen sie nicht wecken.“

