[Advent, Advent] Meine queeren Lieblingsfilme – Teil 3

Das 18. Türchen ist heute schon dran. Und hinter ihm befindet sich der dritte und letzte Teil meiner queeren Lieblingsfilme.

Wo fange ich bei diesem Film an?! Vielleicht einfach beim Titel. Tomboy ist der Name.

In der eigentlichen Definition des Begriffes Tomboy “(im Deutschen etwa „wildes, lebhaftes Mädchen“, Wildfang) werden im Englischen Mädchen und Frauen bezeichnet, die sich nicht entsprechend der von der Gesellschaft vorgegebenen Geschlechterrollen verhalten.” (Quelle: Wikipedia)

Meiner Meinung nach trifft diese Beschreibung auf diesen Film aber nur teilweise zu.
Ja, er handelt tatsächlich von einem – ich tue mich schwer das zu schreiben – “Mädchen”, das mit seiner Schwester und den Eltern oft umzieht und zu Beginn der Geschichte in einem neuen Wohnblock ankommt. Mit kurzen Haaren und bewusst jungenhafter Kleidung gibt “sie” sich bei den Nachbarskindern als Junge aus. Und wie sich immer mehr herauskristallisiert, fühlt sie sich auch so. Sie ist also eigentlich ein “er”. Die Eltern ahnen davon nichts – was ob der eindeutigen Expression schon etwas irritierend ist.

Dieser französische Film hat mich auf ganz besondere Weise zu fesseln vermocht. Er behandelt das Thema Transidentität in der Kindheit mit großer Behutsamkeit und erstaunlich unaufgeregt. Eben aus der Sicht eines Kindes, was erfrischend anders ist. Die Geschichte trägt sich mitunter über lange Passagen, in denen das Familienleben begleitet wird. So sieht man die beiden Geschwister einfach nur toben, mit den Eltern kuscheln oder gemeinsam am Esstisch sitzen. Streckenweise habe ich mich dabei ertappt, wie ich völlig verzückt und breit grinsend vor dem Bildschirm saß, weil es einfach so dermaßen herzerwärmend war, den beiden spielenden Kindern zuzuschauen.

Natürlich hat dieser Film auch seine dramatischen Höhepunkte, denen möchte ich aber nicht vorgreifen.

Passend zum generell harmonischen Unterton des Streifens gibt es auch ein Happy End. Soviel sei verraten.

The Danish Girl konnte er zwar nicht von meinem persönlichen Thron stoßen, aber durch seinen speziellen Charme lohnt sich Tomboy aber allemal.

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