[Advent, Advent] Meine queeren Lieblingsfilme – Teil 2

Hinter Türchen Nummer 11 versteckt sich heute Teil 2 meiner queeren Lieblingsfilme. Natürlich darf ein ganz besonderer Film hier nicht fehlen! Ich habe ihn mittlerweile etliche Male geschaut und kann mich jedes Mal mit neuen Aspekten verbinden…

Reden wir nicht lange um den heißen Brei herum, es geht natürlich um The Danish Girl! Einer meiner absoluten Lieblingsfilme, ever!

Er basiert auf der Biografie von Lili Elbe, einer trans oder inter Person (im Film ist sie trans, in der Biografie liest man von der Vermutung, sie sei eher intersexuell gewesen), die im frühen 20. Jahrhundert lebte und der Legende nach als erster Mensch eine Genitalangleichung hat machen lassen. Nach mehreren Eingriffen verstarb sie dann leider.

Dennoch ist Lili auch heute noch ein großes Vorbild und Inspiration für viele trans Personen – so auch für mich!

Was mich betrifft, ich habe den Film das erste Mal kurz nach meinem inneren Coming Out Mitte 2020 geschaut. Damals fegte mich der Film fast vom Hocker, da ich mich in so vielen Aspekten wiedererkennen konnte. Auch im Verlauf der Transition sah ich den Film wieder und wieder und je weiter ich mich selbst entwickelte, desto intensiver wurde mein Verständnis für diese Person auf dem Bildschirm. Viele dargestellte Konflikte – innerliche wie äußerliche – durchlebte ich auch in ähnlicher Form und eine Zeit lang war Lili sogar mein heimlicher Rückzugsort, als ich niemanden zum Reden hatte oder selbst Dinge mit mir aushandeln wollte.

Sicherlich hat der Film in manchen Aspekten seine Schwächen, viele Dinge sind vereinfacht dargestellt oder wurden ausgelassen. Insofern taugt The Danish Girl nicht notwendigerweise als Film zur Aufklärung darüber, was Transidentität im Detail bedeutet. Aber das ist sicherlich auch nicht der Anspruch. Der Film wirft einen unverstellten Blick auf die Gewahrwerdung (das englische Wort Awareness passt hier eigentlich besser), das innere Coming Out und die gesellschaftlichen Hürden im 20. Jahrhundert. Und er macht Mut, für sich selbst einzustehen und mutig den Weg zum eigenen Ich zu beschreiten.

Ihr merkt es sicherlich schon: dieser Film ist meine absolute Empfehlung! Und für eine kleine Vorschau habe ich euch hier den Trailer beigefügt:

close

NEWSLETTER

Abonniere und erhalte alle neuen Blogeinträge bequem per eMail in dein Postfach. So verpasst du kein Update mehr.

Ich sende dir keinen Spam! Versprochen. :-)

2 Thoughts to “[Advent, Advent] Meine queeren Lieblingsfilme – Teil 2”

  1. Simone

    Das ist auch mein Lieblingsfilm. Ich heul schon los, wenn ich bloß daran denke.
    Außerdem gibt es auch das Buch dazu und eine sehr schöne Biographie über Lili Elbe.

    Ihr Grab ist in Dresden auf dem Trinitatisfriedhof.
    https://www.dnn.de/lokales/dresden/ein-grab-fuer-the-danish-girl-lili-elbe-bekommt-ruhestaette-zurueck-BN4GWR3SU3ESFOUTDYYANR3VLE.html

  2. […] The Danish Girl konnte er zwar nicht von meinem persönlichen Thron stoßen, aber durch seinen speziellen Charme lohnt sich Tomboy aber allemal. […]

Kommentar verfassen