Monheims 1. Queerer Stammtisch war ein Erfolg!

RHEIN*BOWS - Queerer Stammtisch

Aus den geplanten 90 Minuten wurden 3 1/2 Stunden. Das und die herzliche Verabschiedung sprachen am Ende Bände. An diesem Abend lief doch einiges richtig.

Ich hatte mir ja wirklich erhofft, dass der erste queere Stammtisch der RHEIN*BOWS ein lockeres und vor allem offenes und vertrauensvolles Event wird. Interessanterweise war ich vor dessen Beginn nicht im Geringsten aufgeregt, sondern ließ die Veranstaltung mit einer beinahe routinierten Gelassenheit auf mich zukommen.

Das mag ein stückweit damit zu tun haben, dass ich beruflich häufiger Treffen plane und moderiere, aber sicher nicht nur. Vielmehr trug ich eine innere Gewissheit in mir, dass wir mit diesem Format einen Nerv treffen und wir zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein würden. Anders kann ich das nicht erklären…manchmal gibt es ja solche Momente.

Der Abend begann schon mit einem überwältigenden Vertrauen, das mir entgegen gebracht wurde. Obgleich das meine erste Veranstaltung im Monheimer Sojus 7 war und man mich außer vom Vorgespräch noch nicht kannte, vertraute man mir unmittelbar die Schlüssel zu Tür und Kasse an. Das fand ich schon beachtlich. Binnen Sekunden fühlte ich mich, als gehöre ich jetzt im weitesten Sinne zum Sojus-Team. Akzeptiert und respektiert ab der ersten Sekunde. Wow. Einfach nur wow!

Solch positive Momente ergaben sich noch häufiger an diesem Abend. Zum Beispiel als die erste Teilnehmerin zur Tür herein schneite und eine Energie versprühte, die es unmöglich machte, sie nicht sofort zu mögen. Richtig toll! Einige Zeit später kam noch jemand dazu und mit insgesamt fünf Frauen diskutierten wir ernste Themen, lachten viel und tauschten Erfahrungen aus. Was dabei auffiel war, dass die Probleme von queeren Menschen, egal wie sie sich selbst identifizieren, fast identisch sind. Die Probleme liegen selten in uns selbst, sondern werden eher von der Gesellschaft an uns heran getragen. Sei es durch Tabus, vorgelebte und scheinbar alternativlose Geschlechterrollen und Lebenswege. Das war super spannend und all diese Gespräche schafften eine so vertrauensvolle Atmosphäre, wie ich sie mir gewünscht hatte.

Und so verwunderte es am Ende nicht, dass aus den eigentlich geplanten 90 Minuten über 3 Stunden wurden und wir uns am Ende zum Abschied umarmten, obgleich wir uns noch wenige Stunden zuvor nicht gekannt hatten. Ich glaube, die Geste der Umarmung steht sinnbildlich für diesen Abend und drückt alles aus, was es in Sachen Verbindung dazu zu sagen gibt.

Am Ende steht nun die große Vorfreude auf den nächsten Stammtisch am 01.06. und auch darauf, außerhalb des Stammtischs gemeinsame Unternehmungen zu machen. Ich glaube, dass dieser Abend der Beginn von etwas sehr Schönem war. Der Beginn von etwas, das in Monheim und Umgebung Dinge zum Positiven verändern kann.

Und ja…ich bin auch ein kleines bisschen stolz auf mich, diesen Funken entzündet zu haben…

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