Tabletten

Mittelohrentzündung? Vermutlich. Blasenentzündung? Ganz sicher!

Körperlich ging es mir tatsächlich schon besser. Die Tage nach der OP wurde ich ja ohnehin mit Antibiotika vollgepumpt, doch nach Absetzen des Selben muss mein Immunsystem natürlich weitgehend wieder selbst klar kommen. Und das funktioniert…naja…noch nicht optimal. Insofern war meine Nacht heute früh gegen 05:30 Uhr schmerzbedingt schon wieder zu Ende.

Von meinen Ohrenschmerzen schrieb ich ja bereits. Heute wurde dann endlich mal Blut abgekommen, um die Details zu checken. Den Tag über hatte ich gestern aber zusätzlich starken Harndrang, ohne dass beim Wasserlassen etwas gekommen wäre. Das war nun wirklich extrem unangenehm und nur mit dem hastigen Konsum eines halben Liters Wasser und entsprechendem Druck auf dem Bauch ließ sich der Sache beikommen. Meine Zimmergenossin und natürlich auch die Schwester, die gegen Abend noch einmal hereinschaute, vermuteten eine Blasenentzündung, was nach einer GaOP nun wirklich keine Seltenheit zu sein scheint. Eine hart erkämpfte Urinprobe und einen Quicktest später verkündete man mir „auffällige Ergebnisse, die eingeschickt werden“. Genau das geschieht heute.

Dr. Taskov, der mich heute an sich an das Bougieren heranführen wollte, verschob diese Aktion kurzerhand um vorerst 2 Tage, um die Bakterien der Blasenentzündung nicht noch unnötig zu verteilen, was ich für ausgesprochen sinnvoll halte. Wenig später schneite eine Schwester herein und übergab mir einen dicken Tablettenklopper, der etwas widerspenstig zu schlucken war: niedrig dosierte Antibiotika.

Das kam mir natürlich sehr zu pass, denn ab morgen sollte sich die Blasenentzündung dann langsam verabschieden. Und vielleicht auch die Mittelohrentzündung. Das würde ich sehr, sehr begrüßen, denn beides ist nicht nur schmerzhaft, sondern führt auch zeitweise dazu, dass mein Körper sich komplett schlapp und etwas kränklich anfühlt. Obgleich sich das Fieber vollständig verabschiedet hat. Insgesamt bin ich letzter Konsequenz also etwas weniger innerhalb der Klinik unterwegs, da mich das doch deutlich mehr anstrengt, als noch vor ein paar Tagen. Aber das sollte sich dann ja hoffentlich in wenigen Tagen erledigt haben.

Abschied

Was mich ein klein wenig bedrückt ist der Umstand, dass meine Zimmergenossin morgen entlassen wird. Wir haben uns gut verstanden und durch ihre Erfahrung konnte sie mir viele Tipps geben. Nun steht für mich in den Sternen, ob ich hier im Zimmer bleiben darf (oft wird man dann innerhalb des Hauses verlegt). Falls nicht, wäre es ein ziemlich nerviger Aufwand, den Schrank auszuräumen und alles in das neue Zimmer zu schaffen. Und falls doch, wünsche ich mir natürlich wieder eine super nette Zimmergenossin. Vielleicht kann ich dann diesmal meine Erfahrungen schon weitergeben, denn nach fast 2 Wochen hier in der Klinik gehöre ich ja bald schon zu den alten Hasen. 🙂

Na, wir werden sehen. Es wird jedenfalls bis zur neuen Belegung recht ruhig hier im Zimmer werden. Ich mag Abschiede nicht so gerne. Schon gar nicht, wenn man sich – wie in diesem Fall – durch die Trans-Thematik und die OP auf doch sehr intimer Ebene begegnet ist. Zwangsläufig. Wem sonst außer den Ärzten würde man unter anderen Umständen schon freiwillig einen Blick auf den eigenen Intimbereich werfen lassen, um sich über Details bezüglich der OP auszutauschen?

Das ist schon etwas Besonderes irgendwie.

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