Duschvergnügen & Ohrenschmerzen

Duschkopf

Heute habe ich einen leichten emotionalen Durchhänger und bin einigermaßen antriebslos. Doch die Visite entfachte dann doch neuen Ehrgeiz in mir.

Die vergangene Nacht war ziemlich ätzend. Ich hatte meine Schiene vergessen und wachte irgendwann gegen 4 Uhr ziemlich gerädert auf. Bis zum Frühstück gegen 7 Uhr konnte ich dann immerhin noch ganz gut schlafen. Jedenfalls, solange mein Ohr dies zuließ. Denn über die vergangenen Tage baute sich mehr und mehr Schmerz im rechten Ohr auf, so als sei etwas entzündet. Mittlerweile höre ich nur noch gedämpft auf dem Ohr und vieles spricht für eine Mittelohrentzündung. Obgleich mir vollkommen schleierhaft ist, wo ich die her haben soll.

Jedenfalls wachte ich schlaftrunken auf, als das Frühstück gebracht wurde – und fühlte mich erschlagen und heiß. Ich war mir recht sicher, Fieber zu haben. Ganz toll. Eine Temperaturmessung bestätigte meine Vermutung. Ob da nun eine Verbindung zu meinem schmerzenden Ohr besteht, ist natürlich Spekulation. Es liegt aber nahe. „Nicht, dass du dir direkt schon eine Blasenentzündung eingefangen hast„, mutmaßte meine Zimmergenossin. Hoffentlich nicht! Aber ich denke, das würde ich sehr deutlich merken.

Nach dem Frühstück stand ich nur kurz auf, um mich wenigstens minimal frisch zu machen und legte mich wieder hin. Obwohl Blutdruck und Puls in Ordnung waren, war mir ein klein wenig schwummrig im Kopf. Und so schlief ich wieder ein. Bis dann gegen 11:30 Uhr die Visite kam. Die Ärztin hörte sich mein Ohren-Fieber-Leiden an und meinte, wir könnten dazu sicherheitshalber ein Blutbild erstellen lassen. Darauf warte ich jetzt.

Mit der Wundheilung aber war sie sehr zufrieden und leitete mich an, ab sofort selbstständig die äußerliche Reinigung vorzunehmen und auch die antibiotische Creme selbst auf die Nahtstellen aufzutragen. Davor hatte ich echt etwas Bammel aus Angst vor Schmerzen und möglichen Infektionen, wenn ich selbst Hand anlege. Doch die Ärztin machte mir Mut: „Wenn Sie das nach dem Duschen machen, ist das kein Problem. Selbst ist die Frau!

Es brauchte eine ganze Weile, bis ich meinen Durchhänger soweit überwunden hatte, um mich ins Bad zu stellen. Ich nahm mir vor, alles ganz langsam zu machen, ich habe ja schließlich Zeit. Das Duschen war dann nach 10 Tagen Verzicht tatsächlich eine wahre Wohltat und brachte meine Lebensgeister wieder etwas zurück. Offen gestanden hatte ich zunächst etwas Sorge, die Dusche vollzubluten, da die Wunden eben noch nicht 100%ig verheilt sind. Es klappte aber alles erstaunlich gut und sich trotz des noch tauben Gewebes den Intimbereich mit warmem Wasser abzuspülen entpuppte sich als erstaunlich angenehm. Es gab also gar nichts, vor dem ich Sorge haben musste! Selbst das Auftragen der Salbe klappte viel besser, als ich dachte. Ungewohnt? Ja. Aber keine Schmerzen oder unangenehmer Druck.

Nun liege ich zwar wieder auf dem Bett und fühle mich weiterhin ein wenig schlapp, aber dennoch bin ich froh, dem Rat der Ärztin gefolgt zu sein. Das war heute ein großer Schritt in Richtung Selbstverantwortung und das eigenständige Versorgen meiner selbst.

Yoni

Yoni? Yoni! Gestern rang ich noch um eine schöne Bezeichnung meines neuen Körperteils (vor allem für die Beschreibung hier im Blog), die weder zu formal, noch zu verspielt und albern klingt. Spitznamen für weibliche Genitalien gibt es ja haufenweise, die meisten davon finde ich aber zu derb oder albern. „Yoni“ gefiel mir aber sehr gut. Es handelt sich dabei um einen tantrischen Begriff, der für mein Verständnis sehr respektvoll und auf in gewissem Maße spirituell mit der Weiblichkeit umgeht. Das gefällt mir. Wikipedia schreibt dazu:

Die Yoni (f., Sanskrit योनि yoni, wörtl.: Ursprung) ist der tantrische Begriff für die weiblichen Genitalien (Vulva, Vagina und Uterus) und wird auch im westlichen Neotantra verwendet.

Nun mögt ihr euch fragen, warum ich denn überhaupt einen Namen für sie suche. So recht vermag ich diese Frage auch nicht zu beantworten, aber irgendwie ist es mir wichtig. Ich glaube, ich möchte diesen elementaren Teil meines Körpers mit einer schönen Bezeichnung benennen können, weil er nun endlich zu mir gehört, sich stimmig anfühlt und mir einen weiteren Zugang zu meiner Weiblichkeit gibt. Bekannte bezeichnen die Yoni auch als „Schoßraum“, dabei aber eher in energetischer, spiritueller Hinsicht. Hierbei geht es um die weibliche Schöpfungskraft, die dem Schoßraum innewohnt und sehr mächtig ist. Zwar kann ich diese Schöpfungskraft im Sinne neuen Lebens nicht nutzen, dennoch ahnte ich schon vor der GaOP, dass darin ein riesiges Energiezentrum für mich ruht. In anderem Kontext würde man da vielleicht auch eher vom Wurzelchakra sprechen, das für das Urvertrauen steht.

Ist das nicht spannend? Vor nicht allzu langer Zeit berichtete ich doch bereits über mein beschädigtes Urvertrauen, was sich vielgestaltig äußert. Nun fehlt mir die tiefere Kenntnis über diese Themen, um hier ernsthaft eine Verbindung bestätigen zu können, aber ich nehme es als Hinweis, dass meine Yoni künftig als Kraftquelle über besagtes Urvertrauen dienen könnte. Oder weltlicher ausgedrückt: durch die GaOP bin ich körperlich ein ganzes Stück mehr ich selbst geworden. Das bringt mehr innere Balance und damit auch mehr Klarheit darüber, wer ich bin und wo mein Platz in diesem Leben ist. Und das wiederum könnte das Urvertrauen stärken.

Soweit die Theorie und Erklärung, warum mir ein Name, eine Bezeichnung so wichtig ist.

Nun fallen mir aber doch schon fast wieder die Augen zu. Diese bescheidene Nacht hat eindeutig Spuren hinterlassen. Ich hoffe, die kommende Nacht wird erholsamer. Denn morgen in der Frühe wird Dr. Taskov wieder zur Visite erscheinen und dann dürfte das erste Mal Bougieren auf dem Plan stehen. Huiuiuiuiui…möge es schmerzfrei verlaufen!

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