Sonnenaufgang

Dieser Tage habe ich mein altes Hörbuch „Werde verrückt“ von Veit Lindau noch einmal hervorgekramt, da ich schauen wollte, wie sich meine Wünsche und Ziele in den letzen Jahren veränderten und ob davon irgend etwas Realität geworden war. Dabei stieß ich auf meine alten Notizen, die mich schlagartig aus den Socken kickten.

Es gibt bekanntlich viele mehr oder minder esoterische Bücher da draußen, die sinngemäß eine einheitliche Message verbreiten: „Glaube fest an deine Träume, dann werden sie irgendwann auch wahr.“
Nun, das klingt wie Hokus Pokus und funktioniert meiner Erfahrung nach auch bestenfalls nur dann, wenn man auch aktiv etwas dafür tut und sich nicht das Unmögliche erträumt. Commitment nennt man sowas. Ein passendes deutsches Wort dafür kenne ich tatsächlich nicht.

Andere Bücher der gleichen Sparte berichten von der Kraft des Wünschens. Die Theorie dahinter besagt, dass tief empfundene Wünsche eine Form von Energie sind und wenn man diese ans Universum schickt, setzt das Universum alles daran, diese Wünsche zu erfüllen. Nach einigen Selbstversuchen muss ich leider sagen: die Trefferquote liegt im rein zufälligen Bereich. Spaß macht es aber dennoch und irgendwie erleichtert es auch, die Verantwortung auf diese Weise auch einmal abgeben zu können. Dass der Parkplatz vor dem Haus nun am Ende aber frei ist, weil ich es mir vorher so sehr gewünscht habe oder ob es schlicht das logisch erklärbare Ergebnis verketteter Ereignisse war, möge jede*r für sich selbst bewerten.

Der Fund meiner Notizen sollte mich jedenfalls heute lehren, dass möglicherweise doch etwas dran ist an dieser Sache mit dem Glauben an sich selbst. Stichwort Selbstwirksamkeit. Oder zumindest daran, dass sich tiefe Sehnsüchte und Wünsche irgendwann manifestieren, weil wir bewusst oder unbewusst Dinge tun, die diese Wünsche Realität werden lassen. Das können übrigens schlimmstenfalls auch negative „Wünsche“ sein, die dann unschön als sich selbst erfüllende Prophezeiungen enden. Berühmtes Beispiel ist da sicher die Selbstmarterung: „Ich hab doch direkt gesagt, dass ich das nicht kann…“

Was genau fand ich da also heute? Es waren Notizen aus dem Jahr 2017, die meine damaligen Antworten auf die Frage gaben, was ich am Ende des Hörbuches gefunden haben werde. Mit offenem Mund las ich meine damaligen Worte noch einmal durch.
Spoileralarm: meine damaligen tiefen Sehnsüchte sind heute zu 100% Realität geworden. Krass!

Ich habe sie gefunden. Meine klare Idee von der Zukunft. Den einen Weg, der für mich bestimmt ist, den Weg, den ich als Lebensaufgabe zu gehen habe. Ich fühle mich sicher in dem, was ich will und ich habe genug Selbstvertrauen, um alles dafür Nötige zu tun.

Ich bin stark. Ich kann das.

(…)

Ich habe die Antwort auf meine Frage gefunden, wonach ich mich schon mein ganzes Leben sehne und es doch nicht benennen kann. Und ich fühle mich frei und mutig, mir das zu nehmen, was mir zusteht und was mir gut tut.

Ich bin klar, ich bin im Reinen mit mir. Ich weiß dann, was ich zu tun habe, wo die Reise hingeht und wo sie möglicherweise endet.

Ich kann nun mit Zuversicht und neuem Selbstvertrauen in die Zukunft sehen. Ich kann frei denken, denn ich vertraue. Ich handle vertrauensvoll, offen und zielgerichtet.

Ich bin bereit, alles umzusetzen, was nötig ist. Ich mache mich glücklich und zufrieden.

Ist das nicht der Oberhammer?! Damals war ich meilenweit (!!!) von dieser beschriebenen Situation entfernt. Ich war unglücklich mit meinem Leben, sehnte mich nach etwas, was ich nicht benennen konnte und befand mich ständig auf der Suche, ohne zu wissen, was genau ich eigentlich suchte. Diese Suche nahm aus heutiger Sicht manchmal recht verzweifelte Ausmaße an.

Obwohl ich diese Zeilen damals schrieb, glaubte ich nicht ernsthaft, dass sie jemals Realität werden könnten, aber: here we are!

Da stellt sich doch unweigerlich die Frage, was sonst noch alles möglich ist, wenn ich das für mich damals Unerreichbare binnen 4 Jahren erreicht habe? Und zwar ohne einen Plan, wie ich das machen sollte.

Insofern nehmt diese Message gerne mit in die Weihnachtszeit, egal welcher noch so unrealistische Traum gerade vor eurem inneren Auge vorbei flackern mag:

Gib den Dingen Zeit, sich zu entwickeln. Denn am Ende könnte es passieren, dass du – ohne es zu merken – mitten in deinem Realität gewordenen Traum aufwachst und glücklich bist. 

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