Frau mit Kaffeetasse gemütlich

Na wer sagt’s denn, es bewegt sich wieder was. Der Besuch bei der Gruppentherapie heute hat sich in jedem Fall gelohnt.

Es war doch ganz schön spannend heute, obwohl ich nach Feierabend wirklich müde war und erstmal noch eine Stunde schlief, bevor ich mich in die Kälte begab. Urlaubsbedingter kaputter Schlafrhythmus. Anyway. Wir haben eine neue Transfrau in der Gruppe, die noch ganz am Anfang ihrer Reise steht und noch voller Ängste ist. Ich fühlte mich so sehr an meine Anfänge im Juni letzten Jahres erinnert. Aus ihr sprach die Verzweiflung und Überforderung beim Gedanken daran, wie es denn nun weitergehen soll. Da wurde mir erstmal klar, welchen Weg ich in der kurzen Zeit schon hinter mich gebracht habe.

Gleichzeitig freute ich mich darüber, ihr ein bisschen Unterstützung geben zu können. Denn auch mir ist sie in dieser Gruppe schon mehrfach geschenkt worden. Dafür ist die Gruppe ja letztlich auch da. Sei es nur ein aufmunterndes Wort oder handfeste Tipps. Heute war es einer der letztgenannten. In Bezug auf meinen gestrigen Blogeintrag berichtete mein Therapeut von einer schlichten Übung, die er mal in einem Seminar aufgeschnappt hatte: das Beißen auf einen Stift, den man quer im Mund hält. Warum das Ganze? Weil dadurch Muskeln aktiviert werden, die wir auch beim Lächeln verwenden und nachgewiesenermaßen sorgt die Muskelaktivität für bessere Laune. Denn das Gehirn ist an der Stelle eher simpel gestrickt: „Ach, sie lacht. Dann muss ja etwas schönes passiert sein. Dann bekomme ich mal gute Laune…“ Klingt komisch, ist aber so.

Für diesen handfesten Tipp bin ich so dankbar, dass es sich allein deswegen schon gelohnt hat, mich trotz Müdigkeit aufzuraffen und dort hin zu fahren. Ich denke, besagter Stift könnte ab sofort meine Aufwärmübung werden.

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