In den letzten Tagen bin ich ja gut damit beschäftigt, Bescheinigungen über meine bisherigen Therapien einzusammeln. Heute erhielt ich dabei unerwartete Schützenhilfe.

2011 hatte ich meine erste Therapie begonnen. Auch damals schon wegen Panikattacken. Genau von dieser Therapie brauchte ich noch eine Bescheinigung. Zu meiner Freude waren meine Daten noch vorhanden und ich konnte mir meine Bescheinigung abholen.

Die eigentliche Schützenhilfe bekam ich seitens des Therapeuten aber gegen Ende: „Sie wissen ja, dass Ihr Besuch hier an die Krankenkasse gemeldet werden. Soll ich in die Meldung gleich einen Verdachtsbefund auf Transsexualität schreiben? Dann weiß Ihre Krankenkasse schonmal Bescheid.“

Wow. Sowas geht?! Klar! Das Angebot nahm ich dankbar an. Jedes noch so kleine Puzzleteil konnte mir auf meinem Weg helfen. Und so erfuhr meine Krankenkasse am heutigen Tage von etwas, von dem noch nicht allzu viele Menschen in meinem Umfeld bescheid wissen.

Als ich wieder zu Hause war und mich an Schreibtisch setzte, fiel mir die Konzentration schwer. An Arbeit war kaum zu denken. Zu viel ging mir durch den Kopf. „Verdachtsbefund“. „Krankenkasse“. Alles kleine, aber schon recht offizielle Schritte. Und so blieb ich letztlich an einigen Youtube-Videos zum Thema Transidentität hängen, insbesondere dort, wo es um die Ausstellung des Indikationsschreibens für die Hormontherapie ging. Einige berichteten davon, schon nach 3 – 5 Sitzungen beim Therapeuten das Schreiben erhalten zu haben. Das machte mir Hoffnung.

Vielleicht muss ich doch nicht so ewig warten?

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