Holy Shit! Ich habe gerade eine Doku bei ZDFinfo gesehen, in der es um Geschlechtsentwicklung  und Transgender ging. Unter anderem war dort die Rede von einer Gentherapie.

Dem Bericht zufolge wurden Versuche mit Mäusen durchgeführt, bei denen das sogenannte FOXL2-Gen deaktiviert oder aktiviert wurde und ihr Körper dann anfing, Zellen des anderen Geschlechts herzustellen. Bei männlichen Mäusen entstanden Eizellen in den Hoden und umgekehrt wurde unter anderem Testosteron produziert.

Das flasht mich gerade total, so dass ich versucht habe, Infos im Internet darüber zu finden und wie weit die Forschungen dazu sind. Es gibt dazu ein Paper aus 2009 – das ist nun schon eine Weile her und es besteht vielleicht Hoffnung, dass in diese Richtung weiter geforscht wurde. Ob es bereits Gentherapien für Menschen gibt, wage ich zu bezweifeln, aber ich habe dennoch bei Facebook und im Forum nachgefragt, ob jemand tiefergehende Infos dazu hat.

Sollte eine solche Therapie jemals marktreif werden sollte, wär das eine riesige Erleichterung für Trans*Personen, da sie den Geschlechtswechsel deutlich vereinfachen würde, da die dauerhafte Hormoneinnahme entfallen würde – von eventuellen Nebenwirkungen sehe ich jetzt mal ab.

Abgesehen von dieser spannenden Forschung habe ich mich heute bei einer guten Freundin und Kollegin geoutet. Wir hatten ein zwar nur kurzes Gespräch in der Mittagspause, weswegen ich es kurz und schmerzlos formulierte. Sie wirkte überrascht, aber nicht im negativen Sinne. Sie hatte sich schlicht noch keine Berührungspunkte mit dem Thema gehabt. Doch was mir besonders am Herzen liegt: sie steht hinter mir – egal ob Mann oder Frau. An unserer Freundschaft und tiefen Verbundenheit ändert das nichts. Eher hat es uns noch mehr miteinander verbunden.

Eins noch: ich habe mich jetzt dazu entschlossen, meine Haare wachsen zu lassen. Ich habe keinen Schimmer, wie das später dank meiner doch schon sichtbaren Geheimratsecken aussehen wird, aber einen Versuch ist es definitiv wert, denn ich möchte nicht dauerhaft auf eine unbequeme Perücke angewiesen sein.

Dazu hatte ich heute Nacht aber einen schönen Traum: meine Haare waren lang gewachsen und sahen richtig toll aus. Was für ein Glücksgefühl…

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