Ich muss weinen, liebes Tagebuch.

Die aktuelle Situation überfordert mich dann doch etwas. Nachdem ich die Kinder gestern weggebracht habe und ihre Mutter erstaunlich positiv auf unsere lackierten Nägel reagierte, habe ich heute im OpenCircle das Thema Transgender angesprochen und wie es mir geht.

(Anm. d. A.: der OpenCircle ist – vereinfacht gesagt – ein regelmäßiges Treffen – derzeit online – großartiger Menschen, bei dem wir wertschätzend und offen über alles sprechen können, was uns beschäftigt)

Das Gespräch war wertschätzend und intensiv, gut. Ich habe einige Punkte für mich mitgenommen, über die ich nachdenken muss. Was bedeutet Weiblichkeit oder Männlichkeit für mich? Spielt es überhaupt ein Rolle? Im Augenblick spüre ist, dass das Körperliche im Vordergrund steht. Aber das allein macht noch keine Frau aus.

Eine Teilnehmerin aus der Runde beschrieb, dass sie ihre Geschlechtsidentität niemals in Frage gestellt habe. Eine weitere auch nicht wirklich. Ich kenne dieses Gefühl, diese Sicherheit im eigenen Körper überhaupt nicht. Ich fühle mich meine Leben lang zerrissen und irgendwie falsch. Ich habe mich nie als richtiger Mann gefühlt. War immer außenstehend irgendwie.

Alles überflutet mich gerade. Ich kann nur noch heulen. Am liebsten würde ich „es“ noch jemand anders sagen, um mal in den Arm genommen zu werden. Aber wem sollte ich es sagen? Meiner Mutter? Ob sie Verständnis hätte?

Warum kann ich mich nicht einfach 100% stimmig als Mann empfinden? Warum dieser Weg?! Was soll das, verdammte Sch***e?!

Hier ist, was ich in einem Online-Forum für Trans Personen gepostet habe und mir wurde empfohlen es aufzubewahren, da ich es ggf. später noch brauchen könnte, wenn ich eine Therapie mache:

Der Beginn einer Reise?!

Meine Lieben,

ich habe es im Vorstellungsthread schon kurz angeschnitten, möchte aber gerne hier noch einmal etwas zu meiner aktuellen Situation schildern und mich würde euer Feedback zu meinen Empfindungen interessieren. Denn alles ist so neu. Ungewohnt. Spannend. Und beängstigend. Mit so vielen Fragen verbunden…

Nun, als geborener Mann habe ich nunmehr 39 Jahre meines Lebens als solcher verbracht. Seit einigen Wochen befasse ich mich jedoch tiefergehend mit meiner Geschlechtsidentität, da ich sie schon sehr, sehr lange in Frage stelle. Oder anders ausgedrückt: ich fühle mich, solange ich denken kann, nicht „richtig“ in der Rolle eines Mannes.

Meine erste Erinnerung ist, dass ich vielleicht mit 5 Jahren oder so einen schwarzen Mädchenbody angezogen habe. Warum und wo er herkam, weiß ich nicht mehr. Jedenfalls spüre ich noch heute die Freude, dieses Stück „Mädchen“ an meinem Körper tragen zu können. Tags darauf war er verschwunden. Meine Mutter hatte ihn offenbar entfernt, die Hintergründe kenne ich nicht. Ob aus Sorge, dass ich mich mit Mädchensachen befasse oder anderen, kann ich nicht sagen.

Als ich etwas älter wurde, hatte ich beinahe täglich Fantasien, ich würde auf einer einsamen Insel stranden, auf der nur Frauen lebten und Männer nicht sein durften. Also wurde ich liebevoll und auf „magische“ Weise einer Transformation unterzogen – mir kribbelt noch immer der Bauch, als in Gedanken mein weibliches Äußeres seine Gestalt annahm.

Eines Tages war der Wunsch ein Mädchen zu sein sogar so groß, dass ich im Zwiegespräch mit einer „höheren Macht“ äußerte, wenn ich nicht sofort ein Mädchen würde, müsse meine Schwester sterben. Ziemlich krass aus heutiger Sicht, zumal sie heute einer der wichtigsten und vertrautesten Menschen in meinem Leben ist.

Mit Jungs-/Männerthemen und -spielen konnte ich auch nie wirklich etwas anfangen. ich habe mitgemacht, klar. Ich wurde so erzogen. In die Rolle gedrückt. „Das macht man halt so“. Und so verdrängte ich diesen Teil meiner Identität immer weiter, vor allem in der Pubertät. (…)

Als ich sehr spät mit 20 meine erste Freundin hatte, trat mein Wunsch nach dem Frausein zunächst in den Hintergrund, wurde später in meiner mittlerweile geschiedenen Ehe jedoch wieder stärker und äußerte sich in heimlichem Crossdressing.

In meiner letzten Beziehung hatten wir Probleme in Bezug auf Sex. Meine Ex-Freundin (die nebenbei bemerkt die einzige ist, die von diesem Thema weiß und mich jetzt als gute Freundin maßgeblich hierbei unterstützt) wünschte sich mich in einer männlicheren, dominanteren Rolle, die ich ihr aber nie geben konnte. Der Sex wurde immer verklemmter, verkopfter und sorgte am Ende (unter anderem) für unsere Trennung.

Aus heutiger Sicht ergibt das irgendwie alles Sinn. Auch mein zunehmendes Interesse an sexuellen Handlungen mit Männern. Zwar würde ich mich immer noch als hetero bezeichnen, es kommen in den letzten Monaten aber Bi-Tendenzen zum Vorschein. Da ich hier aber keine Erfahrungen habe, kann ich nicht mit Gewissheit sagen, wie weit diese Tendenzen tatsächlich gehen. Fakt ist jedoch, dass zwei kurze Affären mit Frauen nach der Trennung in sexueller Hinsicht der totale Reinfall waren.

Vielmehr wird mein Wunsch, das biologische Geschlecht zu wechseln, seit Wochen immer stärker und je mehr ich mich mit der Thematik befasse, umso stärker wird das „ja“, das ich innerlich spüre. „Du solltest eigentlich die zweite Tochter sein. Julia. Nicht der erste Sohn.“

Je mehr ich über all das schreibe, rede und nachdenke, umso mehr Situationen fallen mir ein, in denen in der Retrospektive eine klar weibliche Tendenz zu erkennen ist. Ich habe noch wesentlich mehr Beispiele.

Dennoch habe ich „Sorge“, dass es sich vielleicht doch am Ende nur um einen Fetisch handelt und ich „bestenfalls“ Non-Binary bin. Sorge deshalb, weil es bedeuten würde, dass ich auf ewig einen männlichen Körper behalten würde und ganz ehrlich – als Mann in Frauenkleidung empfinde ich mich selbst nicht als stimmiges Gesamtbild. Ich gehöre zwar nicht zu den Menschen, die ihr Leben beenden würden, wenn sie keine Frau sein könnten, aber die aktuelle Situation, eine Frau quasi nur spielen zu können, belastet mich zunehmend.

Da ihr alle vermutlich viel schlauer, erfahrener und informierter seid als ich „Anfänger“, würden mich neben allen bereits existierenden, hochspannenden Threads zum Thema sehr eure Gedanken und Erfahrungen zu meinem langen Monolog interessieren (sorry dafür, ich bin einfach froh eine Platz gefunden zu haben, an dem ich all das Teilen darf).

Alles Liebe,

Tobias (oder Julia?!)

Es folgten auch diverse Antworten – hier ein paar davon:

Hallo Julia,

ich kenne deine Situation nur zu gut. Ich habe schon immer gewusst, dass ich irgendwie anders bin, als die anderen Jungs in meinem Dorf. Aber wie das so auf dem Dorf halt ist, darf man nicht anders sein. Heugabeln und Fackeln hätte es zwar nicht gegeben, aber es hätte die gesamte Familie runter gezogen.

Ich habe lange nicht gewusst, was mit mir anders ist. Das ein kleiner Junge (Kindergarten/Grundschule) auch „mal“ mit Puppen spielt, ist ja nichts sonderbares. Eigene Puppen durfte ich allerdings nicht besitzen (außer He-Man). Als Teenager hat man sich den anderen angepasst, spielt Fußball (was mir nie gefallen hat) und dated Mädchen. Wobei ich auch hier der letzte war, der eine Freundin vorweisen konnte, da war ich 17. Dennoch habe ich gerne, wenn keiner daheim war, die Kleider meiner Mutter getragen und mich damit um längen wohler gefühlt, als in meinen eigenen Sachen. Mit meinem Auszug viel das dann aber auch weg, da ich mich nicht traute, mir selber weibliche Kleidung zu kaufen.

Den Anstoss, als Frau zu leben, mich zu trauen zu dem zu stehen was ich bin, gab mir dann, mit bereits 40 Jahren, meine 2. Frau, die mich in allen Belangen, soweit es ihr möglich ist, darin unterstützt. Sie kaufte mir meinen ersten BH und nannte mich sofort bei meinem Wunschnamen.

Das Problem mit dem Sexleben, so wie du es beschreibst, kenne ich aus meiner ersten Ehe. Allerdings spielt bei mir da auch die Behinderung (Querschnittslähmung) einer weitere Rolle, weshalb es nicht wirklich klappte und die Ehe nach 7 Jahren geschieden wurde.

Ob es wirklich der richtige Weg für dich ist, kannst nur du alleine sagen. Ich würde dir raten, dir einen trans-erfahrenen Psychologen/Psychiater zu suchen und mit ihm oder ihr darüber zu sprechen. Das kann dann vieles klarer machen. Eines sollte und dürfte dir klar sein: Es ist kein leichter Weg.

Fühl dich gedrückt knuddel

Y.

Oder diese hier:

Hey Julia,

Da es bei dir noch Unsicherheit über deine Identität gibt, die Frage kann dir im Grunde, eigentlich nur eine ganz bestimmte Person beantworten, Du! Stell Dir selbst 2 kleine Fragen! Wenn Du als Mann weiter leben müsstest, gäbe es da einen Leidensdruck? Wie würde es als Frau aussehen? Ansonsten können wir dir nur als Anhaltspunkt unsere Geschichten erzählen, aber wirklich weiterhelfen dürfte dir das nicht. Naja… Obwohl… Es könnte etwas Mut machen. Aber an deiner Identität kann es nicht wirklich helfen, bzw. sollte es nicht. Wenn du dich entscheiden solltest den kompletten Weg zu gehen sollte das nur aus dem Ergebnis der beiden Fragen bestehen. Nicht aus dem Gedanken, anderen hat es auch geholfen, „VIELLEICHT “ hilft es mir auch weiter. Der komplette Prozess ist nun mal nicht umkehrbar, daher sei dir bitte sicher. Es ist alles andere als ein Kinderspiel. Auf diesem Weg erwarten dich ziemlich miese Hindernisse. Die es im Endeffekt (zumindest für mich) wert sind sie zu überwinden. Wenn du allein nicht die Fragen für dich beantworten kannst, kann ich dir nur empfehlen einen Psychologen zu suchen der sich mit dem Thema auskennt. Ich für meinen Teil glaub allerdings schon heraus gelesen zu haben, daß die Anzeichen bei dir vorhanden sind. Gerade der Punkt an dem du dich gerade befindest, finde ich persönlich am schwierigsten.

Kopf hoch, du packst das!

J.

Von I.:

Hallo Julia,

danke für deine Erfahrungen. Mir ist es fast wie dir ergangen. Alles heimlich und mit Scham und es auf einen Fetisch oder eine Phase geschoben. Die Probleme mit der Beziehung habe ich nicht, aber da ist auch jede Transperson anders.

Ich war natürlich auch verwirrt, weil es am Anfang der Realisation so unwirklich und viel erschien. Ich habe mich auch belesen und früh nach einer Therapie gesucht, die trans-erfahren ist. Bis dahin konnte ich das Thema mit mir ausmachen und war bei Beginn sehr sicher was ich möchte. Wie meine Vorrednerrinnen bereits sagten, es kann ein langer und harter Weg werden. Bei mir ist aber bisher immer Vorfreude darauf, bald den nächsten Schritt zu gehen und das ich endlich mein wahres Ich gefunden habe und es realisieren kann. Ja einige Sachen sind nervig, aber das nehme ich in Kauf, so ist nun mal das Leben, auch bei anderen Dingen.

Angst habe ich nur etwas vor dem großen Outing, aber das werde ich auch überstehen. Aber mach dir keinen Druck. Schau in dich hinein, such dir eine trans-erfahrene Therapie und ggf. eine Selbsthilfegruppe nach Corona bzw. jetzt schon einen Termin für ein Beratungsgespräch. Die haben meistens Listen mit Therapeuten.

LG

I.

Und anschließend noch eine Antwort dazu meinerseits:

Liebe Y., liebe J., liebe I.,

ich danke euch von Herzen für eure Antworten und Erfahrungen! Es gibt so viel, worauf ich antworten möchte, einzig der Text würde wieder so lang werden. 🙂 (Anmerkung nach dem Verfassen des Textes: ist er trotzdem wieder geworden ;-))

Jedenfalls fühle ich mich hier gerade super wohl und verstanden. Danke dafür!

Es gibt hier Menschen, denen es ähnlich ging oder geht…das ist so großartig.

Ich möchte im Wesentlichen noch auf zwei Sachen eingehen:

1. Ich habe von mehreren Seiten verstanden, dass die Suche nach einem Therapeuten mit Trans-Erfahrung hilfreich wäre. Das klingt nach einem absolut sinnvollen nächsten Schritt und ich habe sogar schon jemanden im Kopf, der hier in der Nähe praktiziert. Ich hoffe, ich bekomme dort einigermaßen zeitnah einen Termin. Ich hoffe, die Kasse zahlt. zwinker

2. Ich möchte gerne noch auf deine beiden Fragen eingehen, J.:
a) Wenn Du als Mann weiter leben müsstest, gäbe es da einen Leidensdruck?
Ja, absolut. Ich gehöre zwar nicht zu den Menschen, die sich das Leben nehmen würden, wenn sie so weiterleben müssten, aber der Leidensdruck wird kontinuierlich stärker. Der Drang, dazu zu stehen, wie ich bin. Ich will diesen sehr entscheidenden Teil nicht mehr verstecken. Jeden Morgen beim Anziehen denke ich mir, ich ziehe da gerade die falschen Sachen an. Männersachen. Um konform zu sein. Abends beim Schlafengehen ziehe ich mein Damennachthemd an und vermisse weibliche Formen, die dieses „richtige“ Kleidungsstück ausfüllen. Lieber möchte ich als Frau wahrgenommen werden. Nicht nur „verkleidet“, mit Silikonbrüsten und kaschierender Unterwäsche. Crossdressing ist ein extrem schwacher Trost. Wie die Möhre, die man dem Esel vor die Nase hält.
Ich möchte echte Frauenwäsche tragen können, weil da nichts mehr „im Weg baumelt“ (verzeiht die saloppe Ausdrucksweise). „Er“ stört da einfach. Einen BH mit echten Brüsten ausfüllen, die ich immer wieder und auch gerade jetzt innerlich förmlich spüren kann.
Meine Körperhaare gehören auch nicht hin, wo sie sind…ich könnte noch eine Weile so weiter machen. zwinker

b) Wie würde es als Frau aussehen?

Nun kann ich nur meine Vorstellung niederschreiben, ich habe ja keine realen Erfahrungen als Frau. Aber ich vermute, vor allem die erste Zeit wäre extrem hart. Komische Blicke, vielleicht Anfeindungen, etc. Möglicherweise gehen Freunde.

Meine Kinder wären verwirrt. Eine Zeitlang zumindest. Bin ich jetzt noch Papa? Oder eine zweite Mama?

Was würde mit meiner Arbeit passieren? Könnte ich bleiben? Würde ich akzeptiert? Oder müsste ich den Job wechseln?

Alle Säulen meines Lebens würden gleichzeitig ins Wanken geraten, eine Veränderung ungeahnten Ausmaßes. Spaß ist anders, das ist mir klar.

Aber ich bin mir 100%ig sicher: wenn ich mich morgens im Spiegel ansehen würde, würde mein Herz vor Freude hüpfen und all den Schmerz vergessen machen. Und der Spruch „Du bist ok!“, den mir einst eine Therapeutin mit auf den Weg gab, würde sich richtig anfühlen.

Beim Sex bräuchte ich mich nicht mehr verbiegen oder Stärke, Wettbewerb und Härte gegenüber anderen Männern zeigen. Ich könnte guten Gewissens bei den Frauen auf einer Party stehen, ohne mich als einziger Mann komisch dabei zu fühlen, weil ich ihre Themen interessanter finde als Autos, Fußball oder Boxen. Um es in einen Satz zu gießen: es fühlt sich nach Befreiung an.

Eine Sache noch zum Abschluss. Am Wochenende habe ich gemeinsam mit meinen Töchtern (6 & 9, leben bei ihrer Mutter) Fingernägel lackiert. Sie sahen das völlig relaxt. Etwas ungewohnt, ja. Aber sonst alles gut. Sogar meine Ex-Frau, die sonst eher konservativ unterwegs ist, nahm es mit einem interessierten „Oh, was habt ihr denn da gemacht?“ zur Kenntnis und gab mir sogar noch Tipps in Bezug auf Nagellackentferner. 🙂 Mir ist eine Last von den Schultern gefallen. Ich hatte riesige Angst davor.

Eine Bekannte forderte nach Sichtung meines WhatsApp-Status sogar, nächstes Mal möge ich bitte Regenbögen auf allen Fingern haben…wir haben jetzt einen Deal. 🙂

Nächster Schritt aus der Komfortzone: zum Nagelstudio gehen und meinen Wunsch vortragen. Ich hab mich noch nicht getraut, dort anzurufen…

Liebe Grüße

Julia

PS: Ich habe heute im Rahmen eines „OpenCircle“-Treffens mit guten Freunden und Bekannten einen weiteren Schritt gewagt und mich quasi geoutet. Daraus entstand eine sehr tiefe und wertschätzende Diskussion, die mir nochmal weitere Aspekte mit auf den Weg gegeben haben. Besonders spannend war es zu hören, wie zwei Frauen äußerten, wie sicher sie sich ihrer Identität seien und niemals ihr Geschlecht hinterfragt hätten. Was für ein Geschenk!

Dabei wurde mir aber auch klar, wie unglaublich schwer es ist Nicht-Trans-Menschen zu vermitteln, was in mir vorgeht, wie ich mich fühle und wie es ist, sich sein ganzes Leben lang sein Geschlecht und die damit verbundenen Rollen und gesellschaftliche Normen zu hinterfragen. Genauso unvorstellbar ist aber auch für mich wie es ist, sich seines Geschlechts sicher zu sein…

Wir sind ja hier unter uns…ich geh mal ne Runde außerhalb des Forums weinen…das überflutet mich gerade alles einfach…

Und eine letzte, aufbauende Antwort aus dem Forum:

Manchmal hilft weinen. Ist ja nicht schlimm. Aber ja, dass ist das Problem, ist eben abstraktes Denken für die Cis-Menschen. Aber solange sie dich akzeptieren ist es doch ok. Wenn es welche nicht tun auch. Menschen kommen und gehen. Mir hat mal eine andere Transfrau den Tipp gegeben, sich mit Cis-Frauen abzugeben, so nimmst du sehr viele Sachen auch unterbewusst mit. Im Grunde genommen bist du den ersten und schwierigsten Teil deines Weges schon gegangen. Nun musst du das ganze einfach weitergehen. Wo dich dein weg hinführt und wie weit du ihn gehst liegt dabei ganz allein in deiner Hand.

Meine Kinder leben nun mein Leben schon seit 5 Jahren mit mir, und sagen immer noch voller stolz Papa zu mir. Ich finde das toll und soll auch so bleiben. Denn Papa sein ist viel cooler als ein Abklatsch ihrer Mutter zu sein.

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One Thought to “Überflutung”

  1. […] heutige OpenCircle knüpfte beinahe nahtlos dort an, wo er einst am 23. Juni 2020 endete. Nämlich bei der Frage nach Weiblichkeit und Männlichkeit. Am heutigen Abend angestoßen durch […]

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