Im Gedenken an die Opfer des Anschlags beim CSD Berlin

Im Gedenken an die Opfer des Anschlags beim CSD in Berlin 2026.

Ich bin traurig. Ich bin wütend. Ich bin erschüttert. Und auch ein bisschen sprachlos. Dennoch möchte ich den schrecklichen Vorfall vom 25. Juli 2026 in Berlin nicht gänzlich unkommentiert lassen.

Es fällt mir schwer, meinen vielen Gefühlen zu diesem Vorfall einen passenden Ausdruck zu verleihen. Ihr wohl sichtbarster Ausdruck sind die Tränen in meinem Gesicht.

Der Anschlag auf den Berliner CSD macht mich tief traurig und wütend.

Ich habe in diesem Jahr am CSD in Düsseldorf teilgenommen und kenne die eigentlich ausgelassene und positive Stimmung auf diesen Veranstaltungen. Auch liebe Kolleg*innen von mir waren an diesem Wochenende in Berlin dabei. Genau deshalb erschüttert mich dieses schreckliche Ereignis umso mehr.

Meine Gedanken und mein tiefes Mitgefühl sind bei den Opfern, den Verletzten, ihren Angehörigen und bei allen Menschen, für die ein Ort der Sichtbarkeit, der Freiheit und der Gemeinschaft zu einem Ort der Angst geworden sein dürfte.

Über meinem augenzwinkernden Gefühl, auf den CSDs endlich einmal „unter normalen Menschen“ zu sein, liegt nun ein düsterer Schleier.

Ich spüre, wie sich in diesem Land etwas verändert. Wie aus hässlichen Worten im Internet reale Gewalt wird. Wie der Hass lauter und die Hemmschwelle niedriger wird. Und wie das Gefühl von Sicherheit für queere Menschen immer weiter schwindet.

Vielleicht ist es meine unmittelbare Betroffenheit oder die Summe all dessen, was in den vergangenen Monaten und Jahren in Deutschland und der Welt passiert ist. Doch heute bleibt vor allem ein Gedanke:

Ich fühle mich in diesem Land zunehmend bedroht.

Und zugleich gibt mir diese wundervolle Gemeinschaft Halt und den Mut, meinen Mund gegen Hass, Gewalt und Hetze aufzumachen.

Lasst uns das nicht aufgeben!

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