Blick in die Zukunft: Brustaufbau

Akt - weibliche Brust

Es fühlt sich so an, als nähme meine Transition nach einer postoperativen Ruhephase wieder etwas an Fahrt auf. Eines der nächsten Kapitel: Brustaufbau.

Eine angemessen große weibliche Brust zu haben, war schon immer ein großes Thema für mich. Oder anders herum formuliert: sie nicht zu haben, löst regelmäßig Dysphorie aus, wenn ich in den Spiegel blicke. Dabei spreche ich keineswegs von D-Körbchen oder mehr. Sondern von einem bescheidenen B- oder maximal C-Körbchen. Mehr muss es nun wirklich nicht sein. Aber auch nicht weniger. Und die Hormone wirken leider nicht so stark, wie ich es gern hätte. Also wird die moderne Medizin bei Zeiten nachhelfen müssen.

Nach dem Vortrag von Dr. Wolter am Samstag auf der Gendertreff Messe nahm ich heute erneut Kontakt zur Sana Klinik auf und fragte nach einem Beratungstermin. Der 01.03.2023 wird es nun sein, da aktuell offenbar eine große Nachfrage herrscht. Aber das Thema eilt nicht für mich, der März-Termin ist total okay. Ich freue mich jedenfalls darauf! Und auf das Ergebnis erst…

Ich bin super froh, wieder einen kleine Fixpunkt festgelegt zu haben, auf den ich mich freuen kann und der einen weiteren Meilenstein auf dem Weg meiner Transition bedeutet.

Und bis dahin konzentriere ich mich auf meine Haartransplantation und die Korrektur-OP im Februar.

Langweilig wird’s jedenfalls nicht…

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2 Thoughts to “Blick in die Zukunft: Brustaufbau”

  1. Annemarie Sylvia Meier

    Liebe Julia,
    genau heute sind es exakt 30 Jahre her, dass ich anfing, Hormone zu nehmen. Vor 3 1/2 Jahren starb mein langjähriger Lebensgefährte, und ein halbes Jahr später hatte ich links eine knallrot entzündete Brust – mir blutete symbolisch das Herz. Meine Gynäkologin diagnostizierte Brustdrüsenentzündung, verschrieb mir Antibiotika und schickte mich zur Mammografie. Nein, auch bei der zweiten Nachfrage hatte ich immer noch keine Einlagen. Seit der Abheilung ist meine linke Brust nun größer als die rechte – ungleiche Brüste sind verbreitetes Frauenschicksal. Als ich im August dieses Jahres einen neuen Bikini kaufte, befand die Verkäuferin zutreffend, dass mir Cup C wohl zu klein sei, und brachte ein Exemplar mit Cup D. Meine linke Brust ist kurz vor D, die rechte C. Wenn du Geduld hast, könnte es auch ohne Operation gehen – stell dir vor, du würdest 60 oder 70 Jahre alt …
    Viele Grüße Annemarie

    1. Julia

      Liebe Annemarie,
      danke, dass du deine Geschichte mit mir und meinen Leser*innen teilst! Sie bewegt mich sehr.
      Und ja, natürlich muss ich damit rechnen, dass das Wachstum über die Jahre weiter voranschreitet. Leider ist die Trans-Medizin aus meiner Perspektive noch lange nicht weit genug entwickelt, um hier wirklich faktenbasiert und mit Blick in die Zukunft Entscheidungen treffen zu können. Daher gehe ich von meinem bisherigen Wissen aus, dass vor allem auch die genetische Veranlagung bei der finalen Brustgröße eine Rolle spielt – und in diesem Punkt habe ich wohl eher schlechte Karten. Natürlich würde ich mir wünschen, ohne OP auszukommen, aktuell sieht es jedoch nicht danach aus. Und noch 30 Jahre warten mag ich auch nicht. 🙂

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