Under construction

Nach einem epischen Fehlschlag am gestrigen Tage fand mein heutiger Termin für die Bartepilation zum Glück wie geplant statt und brachte frohe Kunde.

Wenn ich hier so gemütlich eingekuschelt im Bett liege und diese Zeilen tippe, fühle ich mich dennoch etwas wie das, was das Titelbild andeutet: under construction. Mein Kinn brennt etwas, ist wie üblich dick geschwollen – aber: haarlos!

An sich hatte ich bereits gestern mit diesem Zustand gerechnet, hatte den Termin aber grandios falsch eingetragen und mich um einen Tag vertan. Zwar ließ mich meine Kosmetikerin ein, schaute mich dann aber doch etwas verwirrt an. Ich schaute verwirrt zurück und mir schwante bereits, was nun kommen würde. Richtiger Ort, falsche Zeit. Kurz bestand die Hoffnung, die geplante Kundin würde vielleicht nicht erscheinen, die Freude machte sie mir dann aber doch nicht. Und so fuhr ich dann unverrichteter Dinge wieder heim. Zur Freude meines Kollegen, der ein geplantes Job Interview nicht allein führen musste.

Der zweite Versuch am heutigen Tage glückte dann. Wie so ziemlich alles heute glückte. Zunächst hatten mich gestern Abend gewisse Sorgen beschlichen, denn bei einem Blick in meinen Kalender offenbarte er mir, dass ich heute eigentlich an einer Art Onlinekonferenz hätte teilnehmen sollen, natürlich mit Kamera. Und das mit Bartwuchs von mittlerweile 5 Tagen am Kinn zwecks Bartepilation. Grauen überkam mich! Das geht sowas von gaaaar nicht!!! Das würde ich nie und nimmer wegschminken können!
Doch wie aus heiterem Himmel segelte eine Mail in mein Postfach – die Konferenz wurde kurzfristig krankheitsbedingt abgesagt. Für die betroffene Person tat mir das sehr leid, für mich selbst feierte ich es aber!
Ähnlich verlief es mit einem weiteren Termin heute, der mir etwas Kopfzerbrechen wegen Überlappung mit der Bartepilation bereitet hatte – doch auch dieses Problem löste sich kurz vorher in Luft auf. Und zu guter Letzt bekam ich wunschgemäß einen super-duper Parkplatz vor dem Haus meiner Behandlerin. Was will frau mehr?! Läuft!

Will sagen: für all diese kleinen schönen Dinge heute bin ich total dankbar und ich blicke schmunzelnd auf die Puzzleteilchen, die alle am Ende doch irgendwie an die richtige Stelle fallen und passen.

Doch zurück zur Bartepilation. Die heutige Behandlung fühlte sich trotz der nur 60 Minuten wie ein Durchbruch an. Statt wie üblich nur eine etwa daumengroße Fläche zu bearbeiten, bereitete meine Kosmetikerin heute recht großflächig meine Haut am Kinn vor. Eine Maßnahme, die dem Umstand geschuldet war, dass die Barthaare bei Weitem nicht mehr so zahlreich sprießen wir noch vor Monaten. Es geht voran! Das Kinn nähert sich also fast schon einer Art Zielgeraden. Nächste Woche sind noch einige Reste und die Unterlippe dran. Vor Letzterer habe ich gehörigen Respekt, alles rund um den Mund ist nämlich brutal schmerzempfindlich. Aber es hilft ja nix…letztlich freue ich mich bei jedem Piep des Gerätes und bei jedem kurzen Schmerz darüber, dass wieder eins von den durchschnittlich 55.000 Barthaaren das Zeitliche gesegnet hat. Und noch eins. Und noch eins…

Ach, ihr Lieben! Ich weiß nicht, ob ihr euch vorstellen könnt, was für ein Glücksgefühl das ist, über die weiche und unbehaarte Gesichtshaut zu streichen. Noch sind es nur kleine Flächen, die oft von der Behandlung noch etwas in Mitleidenschaft gezogen sind, aber das mindert meine Freude darüber nicht.

Adieu, Bart! Dir werde ich keine einzige Träne nachweinen. Ebenso wenig, wie ich es bei meinen männlichen Genitalien getan habe. Weg mit dem Kram! Da muss ich gerade an ein Telefonat mit einer Freundin von vor ein paar Tagen denken: es ging um einen Umzug und das damit verbundene Ausmisten. Ich erkenne da gewisse Parallelen. Altes fliegt raus, Neues wird herein gelassen. Quasi der Umzug in einen neuen Körper. 🙂

Under construction eben.

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