Frau

In 12 Stunden werde ich schon selig schlummernd im OP liegen. Denn der heutige Tag verlief reibungslos, war aber mit vielen neuen Eindrücken gefüllt.

Ich sitze gerade auf meinem Klinikbett, in einem wirklich kleinen Zimmerchen. Rechts von mir die weiß getünchte Wand, links von mir meine liebe Zimmergefährtin, die schon mit deutlich mehr Erfahrung aufwarten kann. Der Blick aus dem Fenster ist eher unspektakulär, aber ganz okay. Ich denke, hier lässt es sich aushalten.

Doch fangen wir heute früh an:

Nach einer guten und ruhigen Nacht mit fast 10 Stunden Schlaf schälte ich mich heute früh aus dem Bett, machte mich fertig und stiefelte zu meiner einzigen Mahlzeit am heutigen Tage: meinem Frühstück. Besonders opulent fiel es nicht aus, erfüllte aber seinen Zweck.

Um 12 Uhr begrüßte mich Dr. Taskov und genau wie ich es mir vor einigen Tagen ausgemalt hatte, begrüßte mich die freundliche Sprechstundenhilfe wieder. Das Aufklärungsgespräch war flott erledigt, denn meine Fragen waren recht schnell geklärt. Ich konnte sogar meine Gestaltungswünsche äußern, ich bin echt super gespannt auch das Endergebnis!

Im Anschluss düste ich direkt mit den Öffis nach München rüber, denn die Anästhesie rief an, ob ich früher kommen könne. Etwas mulmig wurde mir etwas später in der S-Bahn, als eine große, riesige, immense Horde an Schüler*innen in die Bahn stieg. Zwar hatten alle ihre Masken auf, aber dennoch behagte mir die Nähe und Menschenmasse unter den aktuellen Vorzeichen überhaupt nicht.

Entspannt wurde es aber wieder, als ich an der Zielhaltestelle ausstieg und schon das Gebäude erblickte, in dem ich bereits im Juli zu einem Vorgespräch gewesen war. Es fühlte sich ein wenig heimisch an.

Was folgte, war ein riesiger Papierkrieg an Aufnahmedokumenten und natürlich das Anästhesiegespräch, bei dem der Arzt mir meine Sorgen wegen meiner Schlafapnoe weitgehen nehmen konnte. Insofern sitze ich hier jetzt gerade auch relativ entspannt, die ganze Aufregung der vergangenen Wochen wandelt sich weit in innere Ruhe. Mag sein, dass es morgen früh direkt vor der OP normal schlimmer wird. 07:30 Uhr ist der Termin. Huiuiui.

Nachdem jedenfalls die Anästhesie erledigt war, lief ich eine Straße weiter und checkte in die Klinik ein, kam auf mein Zimmer und räumte meinen Koffer aus. Und nun? Nun erfreue ich mich der Wirkung des allseits beliebten „Abführcocktails“. Genug Details. Aber so könnt ihr euch mein restliches Abendprogramm vorstellen…

Es wird sicherlich gleich früh ins Bett gehen, damit ich morgen fit bin. Ich denke wahnsinnig viel an all die lieben Menschen, die mich bis dato auf meiner Reise begleitet haben und fühle mich gut behütet. Gut behütet von eurer Unterstützung und von dem Personal um mich herum, die sich wirklich freundlich um mich kümmern.

Ich verabschiede mich für heute also erst einmal. Ich melde mich dann nach der OP wieder. 🙂

Wahnsinn…es passiert wirklich…

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